Kopfweidenpflege bei Kuppentin

Die Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V hat gemäß Naturschutzförderrichtlinie M-V (NatSchFöRL) mit Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) 27 alte Kopfweiden am Kuppentiner Mühlbach, nördlich von Kuppentin pflegen lassen.
Zu Zeiten der bäuerlichen Landwirtschaft diente das Aufkopfsetzen der Weiden dem Ziel Ruten und Holz zum Bauen und Heizen zu gewinnen. Während der wirtschaftliche Aspekt heute gänzlich an Bedeutung verloren hat, ist der Wert der kulturhistorischen Landschaftselemente für den Natur- und Artenschutz sowie das Landschaftsbild nicht hoch genug zu bewerten.  
Gerade die immer seltener zu findenden imposanten Altbäume bilden einen wertvollen Lebensraum für Vogel-, Fledermaus und Insektenarten. Je dickstämmiger die Weide, desto mehr nehmen Vermulmung und Höhlenbildung und damit die Lebensraumvielfalt zu.
Davon profitiert auch die seltene und unauffällig lebende Käferart Eremit. Der Bewohner mulmgefüllter Baumhöhlen ist nach Anhang II und IV der Fauna-Flora-Habitat Richtlinie europaweit geschützt und steht als Schirmart stellvertretend für eine Vielzahl weiterer hochgradig gefährdeter Bewohner von Alt- und Totholz.
Die knorrigen Kopfweiden am Kuppentiner Mühlbach, nördlich von Kuppentin bilden eine der seltenen Brutstätten dieser Käferart in Mecklenburg-Vorpommern. Daher kommt ihrem Erhalt eine besondere Bedeutung zu. Es war bereits höchste Zeit die Bäume wieder auf den Kopf zu setzen. Die letzten Pflegemaßnahmen liegen viele Jahre zurück. Das Dickenwachstum der neuen Triebe sorgt für eine immer schwerer werdende Last des Weidenkopfes. Die gewaltigen Stämme der alten Weiden drohten auseinanderzubrechen. Die durch den Baumpflegebetrieb B. Wendt durchgeführten Schnittarbeiten an den Weiden wurden bis Ende Februar fertiggestellt.

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