Aktuelle Projekte
Verbesserung des Wasserrückhalts im Grambower Moor
Diese Seite befindet sich im Aufbau.
Diese Seite befindet sich im Aufbau.
Diese Seite befindet sich im Aufbau.
- Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (2022). Nationale Moorschutzstrategie. Kabinettbeschluss vom 9. November 2022.
- Feldmann, T. (2025). Moorkoffer 2 – noch mehr Methoden für die Bildung für nachhaltige Entwicklung zum Thema Moor. Greifswald Moor Centrum-Schriftenreihe 02/2025.
- Furtak, S. & Joosten, H. (2024). Moore sind wie Menschen, nur nasser. Katapult.
- Heinrich Böll Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland & Michael Succow Stiftung (2023). Mooratlas. Daten und Fakten zu nassen Klimaschützern.
- Lechtape, C., Brozio, K., & Martin, N. (2023). Handreichung: Hilfestellungen zur Projektplanung – Moorklimaschutzvorhaben in Mecklenburg-Vorpommern. Greifswald Moor Centrum-Schriftenreihe 02/2023.
- Luthardt, V.; Schulz, C. & Meier-Uhlher, R. (2015). Steckbriefe Moorsubstrate. (2. Aufl.). HNE Eberswalde.
- Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern. (2024). Strategie zum Schutz und zur Nutzung der Moore in Mecklenburg-Vorpommern.
- Mordhorst-Bretschneider, H. (2018). Wasserrückhaltung in degenerierten Hochmooren mit der Torfdichtwand. TELMA, 48(2018), 101-110.
- Spektrum.de. (2026). Lexikon der Geowissenschaften. Hochmoor.
- Succow, M. & Jeschke, L. (Hrsg.) (2022). Deutschlands Moore. Ihr Schicksal in unserer Kulturlandschaft. Natur+Text.
- Tanneberger, F. (2023). Das Moor: Über eine faszinierende Welt zwischen Wasser und Land und warum sie für unser Klima so wichtig ist. (2. Aufl.). dtv.
Umsetzung zentraler Bauabschnitte
Ziel des Projektes „Verbesserung des Wasserrückhalts im Grambower Moor“ ist die Stabilisierung des Wasserhaushalts sowie die Wiederherstellung eines naturnahen, hochmoortypischen Lebensraums. Die planerisch ausgearbeiteten Maßnahmen werden ab 2026 in zentralen Bauabschnitten umgesetzt. Das Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, da durch die Wiedervernässung des Torfkörpers die Freisetzung klimaschädlicher Gase deutlich reduziert wird.
Ausgangssituation
Das Naturschutzgebiet Grambower Moor liegt rund sieben Kilometer südwestlich von Schwerin zwischen den Ortschaften Grambow und Stralendorf und umfasst eine Fläche von etwa 567 Hektar. Es befindet sich in einem ursprünglich abflusslosen Becken, das nach dem Abschmelzen der Eiszeit zunächst von einem flachen See eingenommen wurde. Bereits in der Frühen Wärmezeit verlandete dieser, wobei sich am Beckenboden eine über fünf Meter mächtige, abflusslose Schicht aus Sedimenten und organischer Substanz bildete.
Durch Zulaufwasser entwickelte sich oberhalb dieser Schicht zunächst ein Versumpfungsmoor. Die vor etwa 7.000 Jahren einsetzende Bewaldungsphase dauerte rund 1.000 Jahre an. Mit dem Ende der Hauptwärmezeit vor etwa 5.000 Jahren erfolgte die Besiedlung durch Torfmoose und damit der Übergang zum Regenmoor (Hochmoor).
Mitte des 18. Jahrhunderts begann der menschliche Torfabbau, unter anderem zur Versorgung einer Glashütte. In diesem Zusammenhang wurden Entwässerungsgräben angelegt, die eine nachhaltige Absenkung der Wasserstände bewirkten. Allein die heutigen entwässerungsbedingten Torfsackungen werden auf etwa 1,3 Meter geschätzt.
Die derzeit niedrigen Moorwasserstände sind auf die historische Nutzung, die zunehmende Bewaldung sowie die ausgeprägte Trockenheit der vergangenen Jahre zurückzuführen. In der Folge schreitet die Degradierung der verbliebenen Torfkörper fort, wodurch sich die Lebensraumbedingungen für hochmoortypische, seltene Tier- und Pflanzenarten zunehmend verschlechtern. Vor diesem Hintergrund besteht ein dringender Handlungsbedarf zur Umsetzung von Maßnahmen, die das Niederschlagswasser im Gebiet zurückhalten und Wasserabflüsse minimieren.
Ziele des Projektes
Die erarbeitete und genehmigte Planungsgrundlage definiert Maßnahmen zur Anhebung der Wasserstände auf den Regenmoorflächen. Gleichzeitig werden Maßnahmen zur Schaffung und Verbesserung geeigneter Bedingungen für das Torfmooswachstum festgelegt. Ziel ist die Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes des FFH-Lebensraumtyps 7120 (renaturierungsfähige degradierte Hochmoore) sowie der Großen Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis).
Maßnahmen
Neben gehölzreduzierenden Eingriffen bilden bauliche Maßnahmen einen zentralen Bestandteil des Projektes. Hierzu zählen die Errichtung von Torfdämmen, der Einbau regulierbarer Überläufe sowie das Verschließen vorhandener Entwässerungsgräben. Diese Strukturen ermöglichen die Rückhaltung des Niederschlagswassers in neu geschaffenen Polderflächen und tragen wesentlich zur Wiedervernässung des Regenmoores bei.
Ein begleitendes Monitoring gewährleistet die kontinuierliche Kontrolle der Wasserstände. Hierzu werden Datenlogger eingesetzt, die belastbare und fortlaufende Informationen zum Wasserstand im Grambower Moor liefern.