Im Jassewitzer Busch bilden rund 800 Kopfhainbuchen eine märchenhafte Waldkulisse. Die Bäume, die ein Überbleibsel der historischen Niederwaldwirtschaft sind, wurden in ca. 2 m Höhe „geköpft“. Das ist nicht das „Todesurteil“ für die Bäume, sondern eine historische Nutzungsform. Die geernteten Äste dienten früher im Rahmen der bäuerlichen Forstwirtschaft dem Bau von Gerätschaften oder als Feuerholz. Im Sommer geerntete dünnere Äste wurden als Laubheu zum Füttern der Tiere genutzt.
Gegenwärtig müssen die alten Bäume zurückgeschnitten werden, um ein Auseinanderbrechen unter der immer höher werdenden Last der Äste zu verhindern. Um den Jahreswechsel herum wurden im Rahmen des Projektes HOTSPOT 28 die zweite Tranche von Bäumen gepflegt. Dabei wurden auch jüngere Bäume erstmalig geköpft, um einen Fortbestand des kulturhistorischen Erbes zu gewährleisten.
Die alten, halb abgestorbenen Bäume sind auch ein Zuhause für eine Vielzahl von speziell angepassten Organismen und als „stehendes Totholz“ fungieren sie auch nach dem vollständigen Absterben lange als Speicher für das klimawirksame CO2.




